Holzschutzmittel

11 Juli 2017
 Kategorien: Handwerke & Hobbys, Blog

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Zum Holzschutzmittel zählen unterschiedliche Maßnahmen, durch die einer Wertminderung oder Zerstörung von Hölzern, Holzwerkstoffen oder Holzkonstruktionen vorgebeugt wird. Mit geeigneten Mitteln werden Dachkonstruktionen und Möbel aus Holz, Bauholz und Blockhäuser vor Witterungsschäden und einem Befall durch Insekten und Pilze bewahrt. Der Schutz des Holzes beschränkt sich nicht nur auf die Anwendung unterschiedlicher Holzschutzverfahren und den Einsatz von Holzschutzmitteln. 

Durch die Beachtung einiger Regeln, wie die richtige Auswahl der Hölzer und die Einhaltung von Fällzeiten kann in vielen Fällen auf den Einsatz chemischer Mittel verzichtet werden. Zu den Zielen eines effektiven Holzschutzes gehört die Verhinderung des natürlichen Holzabbaus, durch den Schutz der Hölzer vor Feuchtigkeit und UV-Strahlen. Außerdem kommt der Veränderung des Absorptionsverhaltens und dem verbesserten Brandverhalten beim Schutz von Holz eine hohe Bedeutung zu. Allerdings besteht der wichtigste Schutz in der Trockenhaltung des Holzes. Dafür müssen Hölzer und aus Holz hergestellte Gegenstände vor Staunässe und Regenwasser bewahrt werden. In einer speziellen Regelung werden konstruktive Holzschutzmaßnahmen für den Hochbau (DIN 68 800-2) definiert und entsprechend umgesetzt. 

Um statisch beanspruchte Bauteile, zu denen beispielsweise Holzmasten zählen zu schützen, ist die Verwendung chemischer Produkte notwendig. Durch geeignete Schutzmaßnahmen können senkrecht verbaute Hölzer auch unbehandelt eine lange Haltbarkeit erreichen, wenn bei deren Pflege wichtige Faktoren bedacht werden. Holz im Außenbereich muss vor allem vor Feuchtigkeit geschützt werden. Dabei stellt Spritzwasser für unbehandeltes Holz kein Problem dar. Feuchtigkeitsschäden entstehen allerdings durch Staunässe, Niederschläge und ein feuchtwarmes Klima. Wenn sich Pilze und andere Mikroorganismen ausbreiten, wird das Holz nach einer gewissen Zeit morsch und brüchig. Gefährdet sind dadurch auch die Terrassendielen. Sie sollten ein leichtes Gefälle haben, damit das Wasser abfließt und die Dielen anschließend gut trocknen können. 

Wenn bei einem hölzernen Gartenhaus oder einem Kinderspielhaus aus Holz das Dach etwas übersteht, werden die hölzernen Wände nicht von Schlagregen getroffen. Durch eine optimale Dachgestaltung gelangt in den meisten Fällen wenig oder gar keine Feuchtigkeit an das Holz. Bei Gartenmöbeln müssen ebenfalls einige Vorsichtsmaßnahmen beachtet werden, damit Möbel aus Holz lange halten und ihren Zweck erfüllen. Die quer zur Faser geschnittenen Holzflächen werden auch als Hirnholz bezeichnet und sind besonders feuchtigkeitsanfällig. Durch diese Stellen dringt die Feuchtigkeit bevorzugt in das Holz ein. Hirnholz findet sich meist an den Füßen von hölzernen Gartenmöbeln. Deshalb sollten Bänke, Tische und Stühle aus Holz nicht ungeschützt auf dem Boden oder auf einer Wiese stehen. Die bessere Lösung besteht darin, hölzerne Gartenmöbel mit Blechen abzudecken. 

Um Holz im Außenbereich zu schützen, werden Farben, Lacke, Lasuren und Öle verwendet. Durch eine regelmäßige Oberflächenbehandlung lassen sich die meisten Holzarten wirksam schützen. Die unterschiedlichen Holzschutzmittel sind zumeist für alle Hölzer geeignet. Es gibt auch Holzschutzmittel, die über einen integrierten UV-Schutz verfügen. Diese werden bevorzugt zur Behandlung von Gartenmöbeln und anderer im Freien stehenden Holzgeräte und -Gegenstände verwendet. Der Schutz vor Sonnenstrahlen stellt eine wichtige Maßnahme dar, denn ein Zuviel an Sonnenstrahlen lässt ungeschützte Hölzer nach einer gewissen Zeit grau und faserig werden.